Am 14. Mai 1911 war es soweit: Anlässlich des "Kornblumenfestes" wurde die Pforte der Altertumssammlung in einen Dachgeschossraum der damaligen Turn- und Festhalle für das Publikum geöffnet. Gezeigt wurden bäuerliche Geräte, Waffen, Gegenstände von der Burg und der Stadt Boxberg. Der Grundstock des heutigen Heimatmuseums war gelegt. Die Wirren des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegszeit brachten mehrere Umzüge des Museums mit allen Nachteilen und Verlusten mit sich. Neben anderen Räumen war das Museum auch zwei mal im damaligen Rathaus, dem jetztigen Museumsgebäude, untergebracht.

 

Eine Aufstellung im größeren Rahmen, verbunden mit einer wesentlichen Erweiterung und Neuordnung der Gegenstände erfolgte in den Jahren 1934 und 1935. Der neue Leiter war Kaufmann Otto Hofmann, der sich große Verdienste um das Museum erworben hat. Eine weitere Verbesserung und Anreicherung durch Leihgaben des Landesmuseums Karlsruhe erfuhr die Sammlung durch Landesmuseumsdirektor Dr. Rott im Jahre 1938.

 

Die Wohnungsnot und die Besetzung in und nach dem Zweiten Weltkrieg setzten auch dem Heimatmuseum kräftig zu. Teile der Sammlung (z.B. die Münzsammlung) gingen verloren und Gegenstände wurden erheblich beschädigt. Durch die Vermittlung des damaligen Stadtpfarrers Schork entging wenigstens die Waffensammlung der Beschlagnahme der Besatzungsmacht. Dem damaligen Bürgermeister Oskar Stapf, seit 1974 Ehrenmitglied des Heimatvereins, ist es zu verdanken, dass durch den Ausbau des Dachgeschosses der Volksschule Boxberg eine neue Heimat für das Museum geschaffen wurde. Während der Maimesse 1950 fand dann die offizielle Neueröffnung statt. Es wurden an die 600 Besucher verzeichnet. Durch einen Schulneubau und den Verkauf des alten Schulgebäudes wurde der nächste Umzug erforderlich, wieder in das alte Rathaus, in den Sitzungssaal. Schließlich wurden die Gegenstände aus Platzmangel in einem Nebenraum untergebracht, wo eine Auf- und Ausstellung nicht mehr möglich war. Erst der Umzug der Stadtverwaltung in das ehemalige pfälzische Amtshaus machte den Weg frei für eine Lösung des Problems, nämlich der Nutzung des gesamten alten Rathauses als Museum. Durch beachtliche Spenden und staatliche Zuschüsse wurden zum Beispiel moderne Vitrinen aufgestellt. Das Museum wurde am 27. Mai 1981 feierlich wiedereröffnet. Im Jahr 1985 fand die erste Sonderausstellung statt. Weitere Sonderausstellungen folgten in den nächsten Jahren. Zwischenzeitlich ist es üblich jedes Jahr zur Maimesse in Boxberg eine Sonderausstellung zu präsentieren.

 

 

 

Archäologie

Römische und Frühmittelalterliche Funde

Geschichte

Bildstein

Volkskunde

Neuzeitlicher Puppenwagen