Der Heimatverein

20. März 1884

1905

 

1908

11. Juli 1910

31. Juli 1910

1911

1930

1932

11. Juli 1932

Sommer 1932

9. November 1933

Kriegsjahre 1939 bis 1945

Nach 1945

25. März 1949

Ende 1949

8. Januar 1950

18. – 21. Mai 1950

Gründungssitzung im Gasthaus „zum Adler“

Der damalige Amtsrichter Dr. Hick schart einige Boxberger um sich, mit dem Ziel der Verschönerung ihres Heimatstädtchens. Alle 20 Anwesenden tragen sich als Mitglieder ein

Das Ergebnis ist der „Verschönerungsverein Boxberg“

 Ein Projekt ist es beispielsweise, Sitzbänke an aussichtsreichen Plätzen in der Umgebung aufzustellen

Auf einer Vereinssitzung wird der Verein offiziell in „Alt-Boxberg“ umbenannt. Durch die Namensänderung erhofft man sich, da man nun als Heimatverein tätig und somit die Heimatgeschichte deutlicher als bisher zum Ausdruck bringt, eine bessere Unterstützung von Stadtgemeinde und Staat

Die Aufgaben des Vereins wurden wie folgt umrissen:

 „Sorge zu tragen, dass die noch erhaltenen Überreste der Burgruine wieder ausgebessert und der Zukunft erhalten bleiben. Auch für die Erhaltung der noch vorhandenen Teil der alten Stadtwehr (Stadtmauer und Turmreste) soll nach Möglichkeit Sorge getragen werden, ebenso wie man darauf bedacht sein wird, dass die zerstreut an einzelnen Gebäuden der Stadt befindlichen einigermaßen wertvollen Architekturstücke von der alten Burg dem Verein zugeführt werden. Diese, sowie auch sonstige Altertumsgegenstände, sollen dann in einem zu diesem Zweck hergerichteten Turm oder Kellerraum auf der Burgruine als Altertumssammlung untergebracht werden. Schließlich soll mit der Zeit auch noch eine Sammlung von Schriften veranstaltet werden, die sich auf die Geschichte Boxbergs und seiner Umgebung beziehen. Auch sollen alljährlich wenn möglich einige Vorträge die Mitglieder über die Geschichte der Gegend unterrichten.“

Beschließung der Gründung der Altertumssammlung

In einer Hauptversammlung wird der Name des Vereins in „Verschönerungsverein Alt-Boxberg“ geändert

Auf der Hauptversammlung werden Aufgaben und Ziele des Vereins genannt:

„Der Verschönerungsverein Alt-Boxberg will in erster Linie zur Verschönerung der Stadt Boxberg und ihrer nächsten Umgebung beitragen. Er will die Errichtung eines Aussichtsturmes auf dem Schlosse betreiben. Die Geschichte der Stadt und des Bezirks Boxberg will er pflegen und die Altertümer, die für die hiesige Gegend Bedeutung haben, sammeln oder erwerben. Das besondere Augenmerk des Vereins richtet sich auf die Ausbesserung und Erhaltung der noch vorhandenen Reste der Burgruine und der alten Stadtwehr.“

Raumprobleme des Heimatvereins:  In dem Dachgeschoss der Boxberger Turn- und Festhalle befand sich eine Altertumssammlung. Hier wurde die Sammlung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Der Platz erwies sich schnell als zu klein und so wurde die Sammlung in das Boxberger Rathaus verfrachtet

Durch Wohnungsnot kam es dazu, dass man die Sammlung mit Gewalt und gegen den Willen des Vereins in Räume eines der Gemeinde zugehöriges Hauses brachte

Nach Umbau der Volksschule in eine Kreiswinterschule wurde die Sammlung des Vereins mit Erlaubnis des Gemeinderates zurück ins Boxberger Rathaus gebracht

In den Ruinen des Schlosses finden die vom Heimatverein veranstalteten „Heimatspiele“ statt.

Der Heimatverein gestaltet den „alten Friedhof“ am Bezirkskrankenhaus in eine öffentliche Einrichtung um. Der Verein versucht somit den durch verschiedene Projekte der Stadt gefährdeten Friedhof zu erhalten

Tausendjahrfeier der Burg Boxberg

ortspolizeiliche Vorschrift zum Schutz der Anlagen (Schloss und alter     Friedhof) wird vom Heimatverein ausgearbeitet und schließlich von der Gemeinde erlassen

Verein veranstaltet Photowettbewerb für Amateurfotographen zur Gewinnung guter Originalaufnahmen von Boxberg

Wertvolle Überreste der romanischen Kirche in Wölchingen werden vom Verein in die Krypta der Kirche gebracht

Vorstandssitzung beschließt vorläufige Änderung des Vereinsnamens in  „Heimatverein Alt-Boxberg“ 

Der Weltkrieg geht auch an Boxberg nicht spurlos vorüber. Eisenbahntransportzüge sind oftmals Angriffsziel der Tiefflieger. Besonderer Schaden entsteht durch den Abwurf einer Luftmine auf den Kirchberg

Das Heimatmuseum erleidet Verluste, wie zum Beispiel das Verlorengehen der Münzsammlung (bei Kampfhandlungen des 31. März)

Der Verein tritt mit einer Mitgliederversammlung erstmals nach dem Krieg wieder in die Öffentlichkeit  

Fränkische Nachrichten verfassen Artikel über Umzug des Heimatmuseums „Aus der Dunkelkammer des Rathauses in die neuen, lichten Räumlichkeiten“

Widerverleihung der Stadtrechte und Besichtung des Heimatmuseums nach der schnellen Neueinrichtung   

Boxberger Maimesse, Das Museum wird der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Es wurden ~600 Besucher verzeichnet